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Zukunft, Generationendialog & Jugendbilder

Let’s talk future! In den beiden AGs „Heute kaufen, morgen zahlen“ und „Lost in Translation“ haben sich die Teilnehmer*innen mit Fragen einer generationengerechten Finanzpolitik und jugendgerechter Kommunikation beschäftigt. So wünschen sich die Jugendlichen zum Beispiel eine sichere Rente, eine sozial gerechte Umverteilung der Steuerlast. Eine wichtige Rolle spielt auch mehr politische Bildung und strukturelle Beteiligungselemente wie ein Bundesjugendrat.

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„So haben wir uns unter dem Aspekt Ungleichheit mit Hartz 4 beschäftigt, dabei fordern wir vor allem mildere Sanktionen und insbesondere auch keine Auswirkungen auf Nachkommen von Hartz-4-Empfangende“

Die Rente sichern

Durch eine Reform der Einkommensteuer müssen Menschen mit geringen und mittleren Einkommen entlastet werden. Ebenso sollte der Rentensatz wieder angehoben werden. Die private Altersvorsorge sollte durch Bildungsinitiativen, beispielsweise zu privaten Geldanlagen, erleichtert werden. Langfristig muss außerdem der Alterung der Gesellschaft entgegengewirkt werden. Hier sollten Einwanderungsgesetze und eine stärkere finanzielle Absicherung von Familien im Mittelpunkt stehen.

Weniger Ungleichheit durch Steuerausgleich

Einkommenssteuerlasten sollten umverteilt werden, indem der Grundfreibetrag erhöht und der Spitzensteuersatz herabgesetzt wird. Gleichzeitig sollte der Hartz-IV-Satz angehoben und eine globale Mindestbesteuerung von Unternehmen von mindestens 15 Prozent eingeführt werden. Auch in Bezug auf die Erbschaftssteuer müssen Lücken geschlossen werden, damit Vermögen gerecht besteuert wird.

Das Klima enkeltauglich machen

Wichtig sind Anreize für einen grünen Strukturwandel in der Produktion und die Priorisierung einer klimaneutralen Energiewirtschaft. Weiterhin muss durch Steueranreize ein nachhaltiges Konsumverhalten gefördert werden. Sinnvoll ist hier eine Senkung der Mehrwertsteuer auf nachhaltige Produkte.

Zukunftsvision

Unsere Gesellschaft profitiert von einer generationengerechten Finanzpolitik, die sozialen Ausgleich schafft und auf nachhaltigem Wohlstand basiert.

Erarbeitet von der Arbeitsgruppe Heute kaufen, morgen zahlen

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„Wir fordern ganz klar institutionelle, abgesicherte und verstetigte Jugendbeteiligung im gesamten politischen Diskurs und Entscheidungsprozess. Denn wir können nicht nur von euch lernen, sondern ihr auch von uns.“

Distanz zwischen Jugend und Politik überwinden

Damit Kinder und Jugendliche möglichst früh an demokratische Institutionen und Entscheidungsprozesse herangeführt werden, muss die politische Bildung ausgeweitet werden. Jugendberater*innen-Gremien, bestehend aus Vertreter*innen der Jugendorganisationen deutscher Parteien, müssen in Ministerien auf Bundes- und Landesebene die Interessen junger Menschen vertreten.

Ein Bundesjugendrat

Um jugendliche Mitgestaltung messbar und konkret zu garantieren, braucht es einen „Bundesjugendrat“. Dieser besteht aus zwei Kammern – einem Jugendrat mit Initiativrecht und einem divers zusammengesetzten Kontrollgremium der Jugendbeteiligung. Da Beteiligung eine gesamtgesellschaftliche Repräsentation bedeuten muss, werden die Mitglieder des Rates quotiert und zufällig ausgewählt.

Digitalisierung

Das Internet muss als aktiver Raum der Politikgestaltung und -teilhabe gedacht und gelebt werden. Daher ist eine zukunftsorientierte politische Koordination notwendig, die unter anderem einen schnellen, flächendeckenden Ausbau der digitalen Infrastruktur priorisiert. Um die „Digital Natives“ zu erreichen und stärker politisch einzubinden, muss in den Jugendmedienschutz und in die Medienbildung investiert werden.

Zukunftsvision

In einer demokratischen und repräsentativen Gesellschaft sind der analoge und digitale Zugang zu politischer Bildung und Teilhabe bundesweit unabhängig von kulturellen, sozialen oder finanziellen Hintergründen selbstverständlich.

Erarbeitet von der Arbeitsgruppe Lost in Translation