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Umwelt

Der Klimawandel ist DAS Thema der jungen Generation, denn junge Menschen erwarten, dass sie auch noch in Zukunft unbeschwert auf der Erde leben können. Deshalb haben sie sich in der AG „Nachhaltige Wirtschaft“ damit beschäftigt, wie sich ökonomischer Wohlstand und Nachhaltigkeit vereinbaren lassen. In der AG „Sozial gerechte Klimastrategie“ haben die Teilnehmer*innen dagegen Ideen entwickelt, was es braucht, damit Maßnahmen des Klimaschutzes für alle tragbar sind.

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„Energie, die wir in Deutschland primär aus den fossilen Brennstoffen gewinnen, wird allgegenwärtig und damit auch industriell genutzt. Man kann viel über Alternativen und die Realisierung dieser Alternativen reden, es gilt allerdings so schnell wie möglich, und damit meinen wir nicht 2038, von diesen fossilen Brennstoffen wegzukommen.“

Grüne Energie

Es muss in die Forschung und Entwicklung erneuerbarer Energien und in ihre Speichermöglichkeiten investiert werden. Hier bedarf es eines sektorübergreifenden Ansatzes sowie einer dezentralen Energiegewinnung. Die Ausweitung des Handels mit CO2-Zertifikaten und die Erhöhung des CO2-Preises auf 180€ pro Tonne muss schneller und effizienter vorangetrieben werden.

Nachhaltiger Konsum

Nachhaltige und gesunde Produkte sollen mit einheitlichen Siegeln gekennzeichnet werden, um umweltbewussten Konsum transparenter zu machen. Der Nutri-Score und die Kennzeichnung des CO2-Fußabdrucks müssen für Lebensmittel verpflichtend sein. Gleichzeitig sollte Einweg-Verpackungsmüll durch ein größeres Angebot unverpackter Produkte vermieden werden. Mit der Legalisierung von „Containern“ und Essensspenden von Restaurants kann die Lebensmittelverschwendung drastisch reduziert werden.

Sozial gerechte und nachhaltige Wirtschaftspolitik

Nachhaltige Landwirtschaft muss gezielt gefördert werden, beispielsweise durch EU-Agrarsubventionen, die an Umweltstandards geknüpft sind. Außerdem muss Nachhaltigkeit sozial verträglich sein. Um den Druck auf die Unternehmen zu erhöhen, braucht es mehr Transparenz, beispielsweise durch ein Lobbyregister und ein verschärftes Lieferkettengesetz.

Zukunftsvision

Deutschland ist klimaneutral und nachhaltige Unternehmen dominieren den Markt. Unsere Gesellschaft hat sich von der „Wegwerfmentalität“ verabschiedet und achtet bewusst auf nachhaltigen Konsum.

Erarbeitet von der Arbeitsgruppe Nachhaltige Wirtschaft

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„Die Klimakrise ist die größte Bedrohung für unsere und die folgenden Generationen, auch das Bundesverfassungsgericht hat gezeigt, dass die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung nicht ausreichen.“

Energiewende mit Zukunftsperspektive

Im Zentrum einer sozial gerechten Klimastrategie muss eine rasche und verbindliche Energiewende stehen. Das umfasst einen vorzeitigen Ausstieg aus der fossilen Energiegewinnung und einen schnellen Ausbau von Solarenergie, Wind- und Wasserkraft. Außerdem müssen die Bürger*innen an der Umsetzung der Energiewende beteiligt werden. Nur so können den Arbeiter*innen in auslaufenden Energiebranchen durch flexible Umschulungen oder Entschädigungen neue Zukunftsperspektiven ermöglicht werden.

Verkehrswende sozial gerecht gestalten

Eine sozial gerechte Verkehrswende sollte aus Mitteln einer CO2-Bepreisung finanziert werden. Konkrete Maßnahmen müssen kostenlosen ÖPNV, den Ausbau des Bahnnetzes, die Abschaffung von Inlands- und Kurzstreckenflügen und die Besteuerung von Kerosin beinhalten.

Verschärftes Lieferkettengesetz

Das Lieferkettengesetz muss verschärft werden, damit Unternehmen die Kosten für Umweltschäden und das Wohl ihrer Mitarbeiter*innen nicht länger externalisieren können. Es braucht Transparenz entlang der gesamten Lieferketten, um Menschenrechtsverletzungen und Zerstörung der Umwelt konsequent nachzuverfolgen und zu bekämpfen. Unternehmen sollten nicht nur für ihre Umsätze Verantwortung tragen, sondern auch soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz in ihrer Bilanz berücksichtigen müssen.

Zukunftsvision

Deutschland ist bis 2035 klimaneutral und das 1,5 Grad Ziel wird eingehalten. Durch eine sozial gerechte Klimapolitik schließt sich die Schere zwischen Arm und Reich. Ein nachhaltiges Konsumverhalten kann sich nun jede Einkommensschicht leisten.

Erarbeitet von der Arbeitsgruppe Sozial gerechte Klimastrategie